Was steckt eigentlich in E-Liquids? – Inhaltsstoffe, Unterschiede und Fakten
E-Zigaretten gelten für viele als die bessere Alternative zur Tabakzigarette. Doch während der Rauch klassischer Zigaretten zweifelsfrei voller Schadstoffe steckt, stellen sich viele beim Dampfen eine berechtigte Frage:
Was steckt eigentlich in E-Liquids?
In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf die Inhaltsstoffe von Liquids, erklären die Unterschiede zwischen verschiedenen Typen und klären auf, worauf du beim Kauf achten solltest.
💧 Die Basis eines jeden Liquids: PG, VG und Wasser
E-Liquids bestehen im Wesentlichen aus zwei Hauptbestandteilen – Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG). Beide Substanzen sind in der EU als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und gelten als unbedenklich.
Propylenglykol (PG)
- Funktion: Trägerstoff für Aromen und Nikotin
- Erzeugt den sogenannten „Throat Hit“ – also das Kratzen im Hals beim Inhalieren
- Dünnflüssiger als VG → besser für kleine Geräte und Pod-Systeme
Vegetable Glycerin (VG)
- Funktion: Erzeugt dichten Dampf und sorgt für ein sanfteres Dampferlebnis
- Höhere Viskosität → braucht stärkere Verdampfer
- Leicht süßlicher Geschmack
Destilliertes Wasser (optional)
- Wird bei manchen Liquids als Verdünnungsmittel eingesetzt
- Besonders bei sehr VG-lastigen Liquids, um sie flüssiger zu machen
Das typische Mischungsverhältnis liegt z. B. bei 50/50 PG/VG, 70/30 VG-lastig oder 80/20 PG-lastig, je nach Gerät und Vorliebe.
🍓 Aromen – die Seele des Liquids
Der eigentliche Geschmack entsteht durch Lebensmittelaromen, die in geringen Mengen beigefügt werden. Dabei gibt es zwei Typen:
✅ Naturidentische Aromen
- Künstlich hergestellt, aber chemisch identisch mit natürlichen Aromen
- Weit verbreitet, günstig, stabil im Geschmack
✅ Natürliche Aromen
- Direkt aus natürlichen Quellen extrahiert (z. B. Früchte, Pflanzen)
- Teurer, empfindlicher, aber bei Premium-Liquids beliebt
Die Vielfalt reicht von klassischen Tabakaromen über Fruchtmixe, Menthol, bis hin zu Desserts und Getränken.
Wichtig: Gute Hersteller verwenden geprüfte Aromen, die nicht für die Verbrennung, sondern für die Verdampfung geeignet sind.
⚠️ Was nicht ins Liquid gehört – und warum das wichtig ist
Gerade bei Billigprodukten oder DIY-Mischungen besteht das Risiko, auf bedenkliche Inhaltsstoffe zu stoßen.
❌ Öle (z. B. Vitamin E-Acetat, MCT)
- Haben 2019 in den USA zu schweren Lungenerkrankungen geführt
- Nicht inhalierbar! → führen zu „Lipoidpneumonie“ (Fettablagerungen in der Lunge)
❌ Zucker oder karamellisierte Stoffe
- Können beim Verdampfen schädliche Stoffe bilden
- Verkürzen zudem die Lebensdauer der Coils
❌ Diacetyl
- Wird vereinzelt in Butter- oder Sahnearomen verwendet
- Steht im Verdacht, bei hoher Dosis die Atemwege zu schädigen („Popcorn-Lunge“)
- In der EU streng reguliert
🧪 Was ist mit Nikotin?
Nikotin ist optional. Du kannst zwischen nikotinfreien Liquids (0 mg) oder Varianten mit 3, 6, 12 oder 18 mg/ml wählen.
Es gibt zwei Nikotinarten:
🔹 Freebase-Nikotin
- Klassische Form, wie in Tabak
- Stärkerer „Throat Hit“, langsamere Aufnahme
- Eher für erfahrene Dampfer
🔹 Nikotin-Salz
- Mild im Hals, höhere Dosis möglich
- Schnelle Aufnahme ins Blut
- Perfekt für Umsteiger und Pod-Systeme
🛒 Worauf du beim Kauf achten solltest
- ✅ Transparente Inhaltsangaben auf der Verpackung
- ✅ Herstellung in der EU oder nach ISO-Standards
- ✅ Verzicht auf bedenkliche Zusatzstoffe
- ✅ Charge, Haltbarkeit und Nikotingehalt klar angegeben
Tipp: Setze auf bekannte Marken oder spezialisierte Händler – wie z. B.
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📌 Fazit: Was steckt drin?
Ein hochwertiges E-Liquid besteht in der Regel aus:
- ✅ Propylenglykol (PG)
- ✅ Pflanzlichem Glycerin (VG)
- ✅ Aromen in Lebensmittelqualität
- ✅ (Optional) Nikotin
- ❌ Keine Öle, keine verbrennbaren Zusatzstoffe, keine unnötige Chemie
Solange du auf Qualität achtest und keine fragwürdigen Quellen nutzt, ist das Dampfen deutlich risikoärmer als Rauchen – auch wenn es natürlich nicht vollkommen risikofrei ist.
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Basis – Trägerstoffe & Eigenschaften
- PG (Propylenglykol): dünnflüssig, trägt Geschmack gut, sorgt für spürbaren „Halskitzel“ (Throat Hit). In vielen Liquids 30–60 %.
- VG (Glycerin): zähflüssig, erzeugt dichten Dampf, mildert den Throat Hit. In vielen Liquids 40–70 %.
- Wasser/Ethanol (optional): niedrige Prozentanteile zur Viskositäts- oder Aromalöslichkeit; Ethanol meist nur Spurenbereich.
- Mischungen: 50/50 (PG/VG) ist vielseitig (Pods/MTL); 70/30 VG/PG eher für offenere Züge (RDL/DL).
Nikotin & Nikotinsalze
- Freebase-Nikotin: klassischer „Kick“, kann bei höheren Stärken kratzig wirken.
- Nikotinsalze: z. B. mit Benzoe- oder Levulinsäure gepuffert → sanfter im Hals bei gleicher Stärke.
- EU-Limits: max. 20 mg/ml Nikotin, max. 10 ml pro Nachfüllflasche; standardisierte Warnhinweise & Beipackinfos.
Aromen, Süße & Cooling
- Aromen: Lebensmittelaromen (natürlich/naturidentisch) für Frucht, Tabak, Dessert, Menthol etc. Dosierung typ. wenige Prozent.
- Süßungsmittel: häufig Sucralose oder süß wirkende Aromakomponenten → süßer Geschmack, aber oft kürzere Coil-Lebensdauer.
- Cooling: Menthol und/oder „kälteaktive“ Stoffe wie WS-23/WS-3 verleihen Frische ohne Menthol-Geschmack.
- Transparenz: Seriöse Liquids nennen Aroma-Typen (z. B. „mit Menthol/WS-23“). „Ohne Diacetyl“ wird häufig hervorgehoben.
Additive & Reinheit – was (nicht) hinein gehört
- Was üblich ist: PG, VG, (Nikotin), Aromen; ggf. minimale Puffer-/Säurekomponenten bei Nikotinsalzen.
- Was nicht hinein gehört: Öle/Fette (z. B. Vitamin E-Acetat, Speiseöle) und unbekannte Zusätze – inhalativ ungeeignet.
- Reinheit: PG/VG in Pharma-/Lebensmittel-Qualität (USP/Ph. Eur.) ist Standard; saubere Fertigung reduziert Verunreinigungen.
- Erhitzungsprodukte: Bei zu hoher Leistung/Überhitzung können Carbonyle (z. B. Formaldehyd-Äquivalente) entstehen → Leistung passend zur Coil wählen.
Sicherheit, Lagerung & Praxis
- Lagerung: kühl, dunkel, gut verschlossen; außer Reichweite von Kindern & Haustieren. Nikotin ist giftig bei Verschlucken.
- Haltbarkeit: auf MHD achten; Aromen können mit Zeit/Hitze verblassen. Keine trüben/verfärbten Liquids verwenden.
- Coil-Pflege: sehr süße/viskose Liquids häufiger Coil-Wechsel nötig; Leistung und Airflow anpassen.
- Verkehrsfähigkeit (DE): Nachfüllflaschen bis 10 ml, Warnhinweise & kindergesicherter Verschluss; bei Nikotin max. 20 mg/ml.
FAQ – Inhaltsstoffe im Klartext
Woraus besteht ein E-Liquid typisch?
Aus PG, VG, Aromen und optional Nikotin/Nikotinsalz; ggf. sehr wenig Wasser/Ethanol.
Ist „natürliches Aroma“ automatisch „Bio“?
Nein. „Natürlich“ beschreibt die Quelle, nicht eine Bio-Zertifizierung.
Warum kokelt/kratzt es manchmal?
Oft zu hohe Leistung, trockene Watte oder alte Coil. Leistung senken, Coil primen, ggf. wechseln.
Gibt es Zucker im Liquid?
Haushaltszucker: nein. Süße kommt meist von Sucralose oder süß wirkenden Aromakomponenten – kann Coils schneller altern lassen.
Sind Öle okay (z. B. Vitamin E)?
Nein. Öle/Fette sind inhalativ ungeeignet; seriöse Nikotin-Liquids enthalten sie nicht.
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Hinweis
Dieser Beitrag erklärt die typischen Inhaltsstoffe von E-Liquids und gibt Praxis-Tipps für erwachsene Nutzer (18+). Keine Medizin-/Rechtsberatung. Aktualisiert am 02.09.2025.
Autor/Review: VapeTrade Redaktion (Produkte & Sicherheit). Interne Qualitätsprüfung: Content-Lead & Compliance.
Quellen (offizielle Stellen & Reviews)
- EU-TPD 2014/40/EU, Art. 20 – E-Zigaretten (u. a. 20 mg/ml, 10 ml Refill, Warnhinweise)
- CDC: E-Cigarettes – Health Effects (Bestandteile & Aerosol-Komponenten)
- BfR: Propylenglykol – Bewertung & Verwendung
- (Hintergrund) Glycerin (Ph. Eur./Lebensmittelqualität) – Datenbankeintrag
- UK Evidence/Policy Collection – Inhaltsstoffe, Risiken & Regulierung